Damit wir als Ausdauersportler nun das Intervallfasten nutzen können, gibt es unterschiedliche Methoden, um ein zeitliches Fasten- und Essensintervall festzulegen. Ich habe mich damals für die 16:8-Methode entschieden, da ich hier die optimale Verteilung von Fasten- und Essenszeit für mich gesehen habe. Das Fasten geht hier 16 Stunden und das Essen dementsprechend 8 Stunden. Für mich heißt das, dass mein Frühstück wegfällt. Außerdem nutze ich die frühen Morgenstunden, um einen nüchtern Dauerlauf nüchtern zu absolvieren, um meinen Fettstoffwechsel zu trainieren.
Ich faste meistens von 20 bis 12 Uhr und esse dann von 12 bis 20 Uhr. Es klappt sehr gut bei mir. Wer nicht so lange durchhält, kann sein Fastenintervall von 16 auf 12 oder 14 Stunden verkürzen, um sich einfach mal an das Fasten zu gewöhnen und nicht gleich den Mut zu verlieren. Es hat sich oftmals gezeigt, dass sich meine weiblichen Kunden sehr schwer mit der Umstellung tun. Daher empfehle ich euch, die Fastenzeit nach unten hin anzupassen und mit 10 oder 12 Stunden zu starten. Letztlich hast Du mit der 16:8-Methode die Möglichkeit, einen sehr strukturierten Essensrhythmus anzuwenden, womit Du eine gute Struktur und Routine in deinen Tag bekommst.
Jetzt komme ich aber mal auf die Wirkung zu sprechen! Dein Körper wird bei Anwendung des Intervallfastens seinen Grundumsatz verringern. Sobald dann der Glykogenspeicher kurzfristig aufgebraucht ist, werden die Fettdepots genutzt, was einem leichten Fettstoffwechseltraining gleicht. Wie Du an dieser Darstellung siehst, gibt es Vor- und Nachteile.
Ein weiterer Nachteil ist es, dass hartes Training wie bspw. Intervalltraining nicht ohne aufgefüllte Energiedepots sinnvoll ist. Daher macht an diesen Tagen ein Intervallfasten wenig Sinn und ist nicht zu empfehlen. Ich habe an diesen Trainingstagen immer eine Fastenpause gemacht. Somit kann für einen Läufer ein dauerhaftes Intervallfasten keinen Sinn machen.
Was viel sinnvoller ist, wenn wir ein zyklisches Intervallfasten machen, was an die Trainingseinheiten angepasst ist. Im übertragenden Sinne, wenn harte Einheiten geplant sind, kein Intervallfasten. Wenn lange Läufe geplant sind oder Regenerationsläufe, dann Intervallfasten. Soviel zu den Spielregeln.